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"Terrazzo" ist ein altes italienisches Wort und bedeutet nichts Anderes als Bodenbelag.

Die Herstellung des Terrazzobodens ist ein uraltes Handwerk, welches man bis 700 vor Christus zurückverfolgen kann. Die damaligen Herstellungsregeln haben noch heute ihre Gültigkeit. Als Bindemittel wurde damals Kalk, Gips oder Traßkalk verwendet. Ab dem 19. Jahrhundert wurden dann die heutigen Normzemente eingesetzt. Die Zuschlagsstoffe waren damals wie heute Natursteine in verschiedenen Körnungsgrößen.



01 TerrazzoHerstellung von Terrazzoböden

Terrazzoböden sind zweischichtig:
Unterbelagsestrich, je nach Untergrund Stärke 4,5 - 7 cm.
Terrazzovorsatz mit Zuschlägen und Farbpigmenten nach Musterzusammensetzung, Stärke 1,5 - 2,5 cm.

Der Terrazzovorsatz wird mit einer Stahlwalze verdichtet und nach ausreichender Erhärtung in verschiedenen Schleifvorgängen geschliffen und verspachtelt, bis das Grösstkorn bzw. die vorgegebene Rutschsicherheit von R9 oder höher erreicht ist.

Als Zuschlag für geschliffene Terrazzoböden sind schleif- und polierfähige Körnungen möglichst gleicher Härte zu verwenden. Auf Wunsch kann der Terrazzoboden auch ableitfähig hergestellt werden.



02 einbauterrazzofrieseDer Arbeitsablauf

Auf die Rohbetondecke wird im Verbund, Trennlage, Dämmung oder Hohlraumboden der Unterbelagsestrich gepumpt und eingebracht. Es kann jeder Zeit auch eine Fußbodenheizung mit eingebaut werden.

Auf den Unterbelagsestrich werden die Trennschienen (ein L-Winkel in der Regel 40/20/3 aus Aluminium) verankert.Die Schienen sind für den Terrazzoboden ein gravierendes Gestaltungselement und müssen entsprechend mit Architekt und Bauherr durchgesprochen und festgelegt werden. Die sich aus der Feldeinteilung ergebende architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Terrazzofriesen) können durch verschiedenfarbige Terrazzomischungen verstärkt und erweitert werden. Die Unterteilungen dienen vor allem der Verminderung der Schwindrissbildung des Terrazzomaterials.

03 walzeneinesterrazzosDie Mischungen für den Terrazzovorsatz werden in Zwangsmischern angemacht und eingebracht. Das frische Material wird abgezogen und anschliessend mittels einer Stahlwalze so lange eingewalzt, bis man auf dem frischen Material laufen kann. Anschliessend wird der Belad mit einer Folie abgedeckt, um eine rasche Austrocknung zu vermeiden.

Nach 5 Tagen erfolgt das Schleifen mit speziellen Terrazzoschleifmaschinen. Die ersten Schleifvorgänge werden mit Schliff 30, 60 und 80 durchgeführt. Danach folgt eine Reinigung mit klarem Wasser und anschließend wird gespachtelt. Daraufhin folgen die letzten Schleifvorgänge mit Schliff 120 und 220.



Erscheinungsbild

04 rothenbuchDer Terrazzoboden wird normalerweise bis zu einem 220iger Schliff als R9 geschliffen. Es sind aber auch andere Oberflächenbearbeitungen und demnach andere Rutschklassen bis R13 möglich, wie:

  • Absäuern
  • Sandstrahlen
  • Stocken

Man kann die Bearbeitungsmöglichkeiten als spezielle Stilelemente einsetzen. Sollte der Terrazzo im Außenbereich vorgesehen werden, so erzielt man durch die oben genannte Bearbeitungsmöglichkeiten einen rutschhemmenden Belag.

Es können auch Motive eingearbeitet werden, durch:

  • Mosaik-Einlegearbeiten
  • Naturstein Intarsien
  • Randfriese in Naturstein
  • Glas in verschiedenen Farben


Nachbehandlung

Die Nachbehandlung der Terrazzoböden erfolgt in der Regel durch Abdecken mit Folie und sollte ca. 14 Tage lang durchgeführt werden. Mit dem Schleifen kann im Allgemeinen nicht vor drei Tagen begonnen werden.


Versiegelung oder Imprägnierung

Die Versiegelung oder Imprägnierung erfolgt nach der Fertigstellung des Terrazzobodens. Diese wird zusammen mit dem Bauherrn, dem Planer und der Bauleitung bemustert (z.B. matt, farbvertiefend oder poliert) und nach dem Austrocknen des Bodenbelags ausgeführt.